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Digitalisierung in der Gesundheitsbranche

author

Norbert Koch | Head of Workplace Automation

calendar

04.08.2021

time

4 min.

Durch die Automatisierung von Prozessen und den Einsatz von digitalen Lösungen kann Agilität geschaffen werden, und durch Agilität entsteht Effizienz, die ultimativ zu Kostensenkungen führt. Die Digitalisierung ist auch im Gesundheitswesen im Gange. Die digitalen Innovationen und neuen Möglichkeiten bringen zahlreiche Vorteile und Chancen für Unternehmen im Gesundheitswesen: Kürzere Behandlungszeiten, präzisere Diagnosen, verbesserte Kommunikation und die Früherkennung von Krankheiten (exone, 2021), um nur einige zu nennen. Unternehmen, die sich in der Gesundheitsbranche bewegen, hinken im Bereich der Digitalisierung trotzdem häufig noch etwas hinterher. Dies liegt daran, dass meist komplexere Systeme und Abläufe eingesetzt werden. Im operativen Bereich fehlt es dabei oft an Agilität und flexibler Teamorganisation. Erst wenn die oberste Etage von digitalen und innovativen Lösungen überzeugt ist, kann ein agiler Spirit auf die Mitarbeitenden übertragen werden.

Digital und Smart

Digital Health ist ein weiter Begriff, der das Zusammenspiel von Technologie, Gesellschaft, Gesundheit, Pflege und dem Leben beschreibt. Dank der Digitalisierung im Gesundheitswesen kann sich das medizinische Personal intensiver auf die Patientinnen und Patienten und die positive Gestaltung ihrer Erlebnisse fokussieren.

Ein hoher Grad an Automatisierung hilft den Unternehmen zusätzlich, sich agiler zu organisieren und administrative Aufwände zu minimieren.

Der Markt für digitale Produkte und Services im Gesundheitsbereich boomt und wird in Zukunft weiter wachsen. Auch im privaten Alltag gehören digitale Helfer mit dazu. Self-Tracking ist Teil der heutigen Medizin. Sportler können beispielsweise ihre Fitness mit verschiedenen Wearables wie einer Fitbit-Uhr oder einer Apple Watch messen und diese in einer Statistik auswerten lassen. Dies bringt auch Unternehmen einen Mehrwert. So können vermehrt Daten über Kunden und Patienten gesammelt und sogar digitale Zwillinge erzeugt werden, um Produkte zu optimieren und Tests durchzuführen.

Smart Connected Products übergeben den Menschen eine gewisse Selbstverantwortung und vermitteln ihnen laufend Informationen zu ihrem Gesundheitszustand.

Sie ermöglichen ihnen so auch, ihre Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen und zu optimieren, Verhaltensmuster zu erkennen und präventiv zu handeln (Swan 2012). Gary Wolf und Kevin Kelly, Autoren des «Wired»-Magazins benutzen für die Bewegung der aktiven Datenerhebung den Begriff «Quantified Self», hinter dem das Prinzip «Self Knowledge through Numbers» steckt. Digital Health ist ein Trend, der bestimmt noch lange anhalten wird.

Automatisierter IT-Support

Die IT-Abteilungen des Gesundheitswesens stehen oft unter Zeitdruck. IT-Supporter müssen häufig raschen und aussergewöhnlichen Service leisten, damit das Arzt- und Pflegepersonal reibungslos weiterarbeiten kann. Die Pausen der Pflegenden sind zeitlich sehr begrenzt, und gerade auf Intensivstationen kann der Alltag besonders hektisch sein. Technische Ausfälle verträgt es nicht in jeder Situation.

Das Personal muss also immer die Möglichkeit haben, bei einer Störung schnell reagieren und digitalen Support und Service in Anspruch nehmen zu können.

So setzen Spitäler wie beispielsweise das Kantonsspital Aarau vermehrt auf Remote-Support Lösungen wie Chatbots oder IT-Automaten, die den IT-Supportern unter die Arme greifen und rund um die Uhr Support garantieren. Die Digitalisierung und der Einsatz von innovativen Produkten positionieren Spitäler und weitere medizinische Unternehmen ausserdem als agile und zukunftsweisende Arbeitgebende.

Datenkompetenz als Schlüssel

Die traditionelle Medizin wird heute von Big Data getrieben. Das Sammeln und die Verarbeitung von Daten sind für Unternehmen überlebenswichtig. Je besser sie ihre Daten auswerten und strukturieren, desto konkurrenzfähiger sind sie. Das Gesundheitswesen steht vor der Herausforderung, diese Datenflut zu bewältigen (EHEALTH, 2021).

Täglich werden Unmengen an Patienteninformationen wie Blutwerte, Hirnscans oder Medikament-Pläne erfasst.

Um mit diesen Daten jedoch etwas angefangen zu können, müssen sie zuerst einmal intelligent strukturiert werden. Der Trend geht deshalb weg von Big Data und hin zu Smart Data. Das bedeutet, die Daten werden nicht nur gesammelt, sondern auch geordnet und verarbeitet. Medizin, Forschung und Patienten sowie das Krankenhausmanagement können so alle ihren Nutzen aus den gesammelten Daten ziehen (Healthcare Mittelhessen, 2021).

Die gewonnenen Daten bringen Gesundheitsunternehmen diverse Vorteile. Sie können beispielsweise dazu beitragen, verschiedene Zusammenhänge und Diagnosen früher zu erkennen, individuelle Therapien vorzuschlagen und die Anzahl unnötiger Behandlungen zu minimieren.

Playing with Time

Die Entwicklung hin zu schnelleren IT-Lösungen wird verständlich, wenn man sich den Trend «Playing with Time» genauer anschaut.

Konsumenten verlangen immer mehr Komfort und sofortige Hilfe, die, wann immer und wo immer sie sich gerade aufhalten, zur Verfügung stehen soll.

Das Prinzip des neuen Konsumverhaltens lautet also «I want what I want when I want it» (Gannes, 2014). Auch das Bedürfnis nach Individualität und Unabhängigkeit wird immer grösser. Konsumentinnen und Konsumenten möchten Lösungen für ihre begrenzten und wertvollen Zeitressourcen. Dabei decken die oben erwähnten technischen Produkte genau diese Kundenwünsche ab und gehen mit den aktuellen Trends einher.

Positive Patientenerlebnisse

Das Patientenerlebnis hat höchste Priorität. Überlegen Sie sich für einen Moment, welche Erwartungen Sie vor einem Arztbesuch, Spitalaufenthalt, einer Physiotherapie oder psychologischen Behandlung an einen Service stellen. Bestimmt fallen Ihnen gleich mehrere Punkte ein. Wenn Sie so ticken wie die Durchschnitts-Patientinnen und -Patienten, dann ist Ihnen ein exzellenter Service wichtig - vom Moment der Vereinbarung eines Arzttermins bis zum Verlassen der Arztpraxis nach dem Termin. Viele Unternehmen haben erkannt, dass die Gestaltung effizienter Prozesse für die Customer Journey eine wichtige Rolle spielt. So versuchen viele, mit der Automatisierung von Prozessen mehr Agilität zu schaffen. Auch der IT-Field Support wird durch den Einsatz digitaler Lösungen wie Remote Support durch IT-Automaten oder Chatbot-Lösungen bedeutend entlastet.

Patienten möchten vermehrt in Entscheidungsprozesse eingebunden werden. Die Entscheidung über eine Behandlung oder Operation soll also nicht mehr standardmässig nur beim Arzt liegen.

Es wird in diesem Zusammenhang auch von «Health Literacy» (Gesundheitskompetenz) gesprochen: Die Fähigkeit jedes Individuums, selbständig an Informationen zu gelangen, um persönliche Gesundheitsentscheidungen zu treffen (Der Kompetenzentwickler, 2021). Darüber hinaus geht es zudem darum, die Beschreibung der verschriebenen Arzneimittel zu verstehen. Durch den schnellen und grossen Informationsaustausch, der zunehmend online stattfindet, sind Patienten oft bereits vor einer ärztlichen Konsultation mit ihren Symptomen vertraut. Sie sind neugierig und hinterfragen Diagnosen kritisch. Durch das Einbinden von Patientinnen und Patienten in Entscheidungsprozesse kann deren Zufriedenheit gesteigert werden (Coulter, Parsons und Askham, 2008).

Vereinfachter Datenaustausch

Im internationalen Vergleich hat das Schweizer Gesundheitssystem im Bereich der Digitalisierung und der Interoperabilität Nachholbedarf. Interoperabilität ist das technische Zusammenspiel verschiedener Institutionen wie Pflegeheimen, Apotheken, Spitälern, Spezialisten, Spitex und Hausärzten. Patientendossiers werden oft nur physisch und uneinheitlich abgelegt, was den Datenaustausch zwischen den verschiedenen Parteien besonders erschwert. Aus diesem Grund sind interoperable, automatisierte Prozesse ein wichtiges Element der Digitalisierung und helfen, den Datenaustauch zu vereinfachen (eHealth Suisse, 2021).

Ein Blick in die Zukunft verrät, dass das Gesundheitswesen in ein paar Jahren ganz anders aussehen könnte. Die Branche wird sich von klassischen Einrichtungen lösen, und Patientinnen und Patienten werden einen tieferen Einblick in ihre Daten erhalten.

Individuelle und gesellschaftliche Daten werden zu neuen Schlüssen führen und in Echtzeit auf fortschrittlichen Plattformen verknüpft sein (Deloitte, 2021). PIDAS hat diese Entwicklung erkannt und entwirft laufend neue IT-Support Lösungen, die das Gesundheitswesen tatkräftig unterstützen. Der IT-Automat CORA und Chatbots sind beispielsweise zukunftsgerichtete Produkte, die den IT-Support revolutionieren und somit das Gesundheitssystem langfristig entlasten können.

 

Haben Sie Fragen zum Future Workplace Support? Ich bin gerne für Sie da!

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